Organisationsentwicklung

Organisationsentwicklung beschäftigt sich mit einem bewusst gesteuerten Wandel einer Organisation und folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Organisationen werden von Menschen gebildet. Aus diesem Grund bietet die Psychologie den wichtigsten Ausgangspunkt einer wirksamen Organisationsentwicklung, weil sie die Ressourcen, Bedürfnisse und Hintergründe menschlichen Verhaltens berücksichtigt.


Ziele der Organisationsentwicklung

Menschen, Teams und Organisationen benötigen für ihr Handeln einen klaren und eindeutigen Rahmen, der Orientierung und Halt gibt. Dieser Rahmen wird durch unterschiedliche Aspekte gegeben:

  • Unternehmenskultur
  • Werte / Normen
  • Leitbilder
  • Visionen / Ziele
  • Mission Statements / Mantras
  • Strategien
  • Organisationsform / Strukturen
  • Abläufe / Prozesse

Die Basis der Organisationsentwicklung ist es, diesen Rahmen wahrzunehmen, zu entwickeln und auch in das tägliche Handeln zu transferieren.


Handlungsfelder der Organisationsentwicklung

Die Organisationsentwicklung befasst sich mit folgenden Fragestellungen:

  • Woher kommen Unternehmen?
  • Wohin wollen Unternehmen gehen?
  • Wie schaffen Sie es, dorthin zu gelangen?

Ansatzpunkte der Organisationsentwicklung: Strukturen und Prozesse

Organisationsentwicklung beginnt zumeist bei der Analyse der bestehenden Strukturen und Prozesse sowie bei der Formulierung von Zielen. Auch bleibt der Mensch im Fokus der Betrachtungen, denn er prägt diese Strukturen und Prozesse.

  • Analyse der bestehenden Prozesse und Abläufe
  • Analyse der bestehenden Strukturen
  • Aufbau neuer Prozesse und Strukturen in Abhängigkeit von Kultur, Werten, Zielen, Ressourcen und Strategien der Organisationen
  • Begleitung bei der Umsetzung dieser neuen Strukturen und Prozesse

Change Management: die Basis der Organisationsentwicklung

Change Management bedeutet, Veränderungsprozesse auf Unternehmens- und persönlicher Ebene zu planen, zu initiieren, zu realisieren, zu reflektieren und zu stabilisieren (Kosta & Mönch, 2002). Change Management in seinem zentralen Aufgabengebiet beschäftigt sich primär mit tiefgehenden strategischen, strukturellen und technologischen Veränderungen von Organisationen.

Change Management hat auch viel mit dem Management von Veränderungen zu tun, das heißt natürlich auch mit dem Umgang mit Widerstand. Welche Maßnahmen helfen, diese Widerstände zu reduzieren (vgl. Vahs, 2003):

  • Rechtzeitige und offene Information über Ursachen und Ziele des Wandels
  • Aktive Beteiligung der vom Wandel betroffenen Personen an Planung und Implementierung der Veränderungsmaßnahmen
  • Aufbau eines vertrauensvollen Kommunikations- und Arbeitsklimas mit kontinuierlichen Feedback-Möglichkeiten
  • Methodisch-fachliche und persönliche Qualifikation der Betroffenen
  • Berücksichtigung von langjährigen Arbeits- und Sozialbeziehungen
  • Schutz der Personen, die persönlich negativ betroffen sind
  • Belohnung der Promotoren des Wandels
  • Vermeidung von revolutionären Ansätzen
  • Schaffung von Early Wins
  • Zulassen von Fehlern
  • Einsatz kompetenter externer BeraterInnen
  • Rasche Stabilisierung der erzielten Veränderungen