Evaluierung psychischer Belastungen

Mit der am 1.1.2013 in Kraft tretenden Novelle des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes / ASchG ist im Rahmen der Arbeitsplatzevaluierung auch die Evaluierung psychischer Belastungen in Österreich gesetzliche Pflicht geworden. Psychische Fehlbelastungen sind  Einflüsse der Arbeit, die zu Fehlbeanspruchungen führen, d.h. sie können krank machen, können Arbeitsunfälle verursachen, können zu Mißbrauch von Suchtmitteln führen und können auch demotivierend wirken.

Ziel einer Evaluierung psychischer Belastungen ist es, diese Belastungen am Arbeitsplatz zu messen, zu bewerten und daraus Maßnahmen zur Reduktion der Belastungen festzulegen, zu dokumentieren und umzusetzen.


Dimensionen der Evaluierung psychischer Fehlbelastungen

Bei der Evaluierung psychischer Belastungen werden vier Belastungsdimensionen evaluiert:

  • „Psychische Belastungen durch Arbeitsaufgaben / Tätigkeit (körperliche, geistige, emotionale Belastungen bzw. Qualifikationsprobleme…)
  • „Psychische Belastungen aus Arbeitsabläufen (Prozess- und Orientierungsmängel, Unterbrechungen, Arbeitszeit und Arbeitsmenge…)
  • „Psychische Belastungen aus dem Sozialklima (fehlende Zusammenarbeit, Informationsmängel, Handlungsspielraum…)
  • „Psychische Belastungen durch die Arbeitsumgebung (Klima, Lärm, Licht, Ausstattung, Platz, Gefahren…)

Methodische Anforderungen an die Evaluierung psychischer Belastungen

Die Evaluierung psychischer Fehlbelastungen muss mit Verfahren, die der ÖNORM DIN EN ISO 10075-3 entsprechen, durchgeführt werden. Die ÖNORM 10075-3 definiert klare Anforderungen der Verfahren nach den Testgütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität.

Das Verfahren zur Evaluierung psychischer Fehlbelastungen muss auch zur Organisation passen (Sprache, Tätigkeit und Organisationsform).

Folgende methodische Ansätze sind bei der Evaluierung psychischer Belastungen einsetzbar:

  1. Schriftliche Befragungen (PsyBePLUS®, SALSA, TAA…)
  2. Standardisierte Gruppeninterviews / Workshops (ABS-Gruppe)
  3. Beobachtungsinterviews (BASA II, SGA…)

Prozess der Evaluierung psychischer Belastungen

Die Evaluierung psychischer Belastungen folgt einem klaren Prozess:

Die Evaluierung psychischer Belastungen folgt einem klar definierten Prozess

Die Evaluierung psychischer Belastungen folgt einem klar definierten Prozess


Der pluswert-Ansatz der Evaluierung psychischer Belastungen

pluswert arbeitet bei der Evaluierung psychischer Belastungen mit mehreren Methoden.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Folder Evaluierung psychischer Belastungen


Schriftliche Befragungen durch den PsyBePLUS®

Bei der schriftlichen Befragung verwendet pluswert den selbstentwickelten und der ÖNORM DIN EN ISO 10075-3 entsprechenden Fragebogen PsyBePLUS® (Prettenhofer, Paninka, Strack, 2014a). Der PsyBePLUS hat gegenüber den meisten anderen Fragebogen eine Reihe von Vorteilen:

  • Der PsyBePLUS ist mit 36 Fragen kurz und auf den Punkt formuliert
  • Die Fragen des PsyBePLUS® sind alle positiv formuliert (z.B. „Die Arbeitsbedingungen sind sicher und ungefährlich“) und haben dadurch eine höhere Akzeptanz bei den Befragten und vermeiden eine latente Problemfokussierung
  • Durch eine 6stufige Skala können die Befragten ihr Urteil differenziert abgeben
  • Der PsyBePLUS® ist synergetisch perfekt mit einer Mitarbeiterbefragung nach der Methode des Qualitäts-Monitors kombinierbar

Hier gehts zu weiteren Details: PsyBePLUS Kurzdarstellung


Gruppenbezogene Verfahren der Evaluierung psychischer Fehlbelastungen

pluswert konzentriert sich dabei auf zwei Ansätze, die beide die Ermittlung, Bewertung von Belastungen sowie die lösungsorientierte  Maßnahmenentwicklung integrieren:

  • ABS-Gruppe als Workshopverfahren zur Evaluierung psychischer Belastungen
  • PsyBePLUS-Kompakt mit Schnellauswertungsmodul für Workshops